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	<title>Akrobaten &#38; Artisten</title>
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		<title>Die Marx Brothers</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 14:43:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenige haben Komiker auf der Welt mehr inspiriert als die US-amerikanische Komikertruppe die Marx Brothers, die ihre Höchstzeit in den 1920er bis 1930er Jahren durch Film-, Fernseh- und Theaterauftritte hatte und durch einen anarchischen Humor bestach. Die Marx Brothers besitzen viele Besonderheiten, die sie zu einer der einflussreichsten Komikertruppen im 20. Jahrhundert machen. Eine von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenige haben Komiker auf der Welt mehr inspiriert als die US-amerikanische Komikertruppe die Marx Brothers, die ihre Höchstzeit in den 1920er bis 1930er Jahren durch Film-, Fernseh- und Theaterauftritte hatte und durch einen anarchischen Humor bestach.</p>
<p>Die Marx Brothers besitzen viele Besonderheiten, die sie zu einer der einflussreichsten Komikertruppen im 20. Jahrhundert machen. Eine von diesen liegt bereits in der Entstehungsgeschichte der Marx-Brothers. Sie stammen, wie der Name bereits erahnen lässt, tatsächlich aus derselben Familie. Ihre deutsche Mutter Minnie Schönberg kam im Jahr 1880 mit ihren Eltern und Geschwistern nach New York, USA. Dort heiratete sie Simon Samuel Marx, der ursprünglich aus dem damals deutschen Elsass stammte. In den Jahren 1987 bis 1901 gebar die junge Ehefrau fünf Söhne, Chico, Harpo, Groucho, Gummo und Zeppo, die Marx Brothers. Die junge Mutter verhalf ihrem Bruder den Schritt ins Showgeschäft und beschloss bereits früh, dass ihre Söhne ihm folgen sollten. So spielte Chico Klavier in Bars und der kleine Groucho erfreute das Publikum mit seiner Sopranstimme. Auch die anderen Söhne übernahmen bereits kleine Rollen. Als die Brüder erwachsen wurden, verlagerten sie den Schwerpunkt ihrer Aufführungen schließlich zu dem Bereich, der ihnen zum Weltrang verhalf: Komik mit Musikeinlagen. Dieses Erfolgskonzept verhalf ihnen zu ausverkauften Theaterauftritten, vielen Radioshows sowie insgesamt 13 Filmen.</p>
<p>Die Besetzung der Marx Brothers war kleinen Schwankungen unterworfen. So setzte sich der eigentliche Kern der Komikertruppe aus den drei Brüdern Groucho, Chico und Harpo zusammen. Groucho, der singende Zyniker, präsentierte sich charismatisch mit Brille, Zigarre und Schnurrbart. Chico, der italienische Klavierspieler, zeigte sich mit einem spitzen Hut. Die auffälligste Verkleidung besaß jedoch der Harfenist Harpo mit seinen hellroten Locken und einem großen Mantel, unter dem er alle möglichen skurrilen Objekte versteckt hatte. Er lächelte stets verschmitzt, sprach jedoch nicht. In den ersten fünf Filmproduktionen der Marx Brothers trat zudem Zeppo auf, welcher im Gegensatz zu seinen Brüdern keine Verkleidung verwendet. Er zog es jedoch vor hinter den Kulissen tätig zu werden. Er machte es damit seinem Bruder Gummo nach, der sich bereits vor der ersten Filmproduktion von dem Bühnenleben verabschiedet hatte.</p>
<p>Mit Ende des Zweiten Weltkrieges zog sich der größte Teil der Brüder Marx ins Pensionsleben zurück. Lediglich Groucho verblieb im Showgeschäft. Sein Wortwitz in seiner Fernseh- und Radiosendung machte ihn in den 1950er Jahren zu einem Publikumsliebling. Das eigentlich Besondere liegt jedoch in der Umstellung der Sendung von einem live gesendeten Format in eine aufgezeichnete Show. Der Grund dafür war der scharfe, ungezügelte Humor Grouchos. Ende der 1950er Jahre kam der renommierte Regisseur Billy Wilder auf die Marx Brothers für ein letztes Filmprojekt zu. Der bereits schlechte Gesundheitszustand von Chico machte eine Realisierung jedoch unmöglich. 1961 starb Chico und seine Brüder folgten ihm in den folgenden 18 Jahren.</p>
<p>Die Marx Brothers haben nachfolgende Komikergenerationen erheblich beeinflusst. Zudem zeigt sich ihre besondere Stellung innerhalb der Unterhaltungsindustrie dadurch, dass die Truppe auf Platz 20 in der Liste der bedeutendsten Filmlegenden aller Zeiten rangiert.</p>
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		<title>P.T. Barnums American Museum &#8211; Geschichte, Exponate, Besonderheiten</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 14:43:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Barnum’s American Museum zählte einst zu den ungewöhnlichsten und beliebtesten Museen in den Vereinigten Staaten. Zwischen 1841 und 1865 war das New Yorker Museum am Broadway angesiedelt. Es wurde von Phineas Taylor Barnum, einem bekannten Zirkusbesitzer, gegründet und geführt. Im Stile eines Panoptikums präsentierte Barnums Museum den Besuchern damals nicht nur einfach Ausstellungsstücke aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <em>Barnum’s American Museum</em> zählte einst zu den ungewöhnlichsten und beliebtesten Museen in den Vereinigten Staaten. Zwischen 1841 und 1865 war das New Yorker Museum am Broadway angesiedelt. Es wurde von Phineas Taylor Barnum, einem bekannten Zirkusbesitzer, gegründet und geführt. Im Stile eines Panoptikums präsentierte Barnums Museum den Besuchern damals nicht nur einfach Ausstellungsstücke aus der Geschichte. Vielmehr integrierte es Elemente aus Theater, Show, Wachsfigurenkabinett und Zoo.</p>
<p>Phineas Taylor Barnum<br />
Der Gründer des ungewöhnlichen und sehr erfolgreichen Museums Phineas Taylor Barnum (1810 -1891) machte im 19. Jahrhundert in den USA als Pionier des modernen Zirkus Karriere. Der Gastwirtssohn zog 1834 nach New York und versuchte sich als Schausteller, nachdem er keine Arbeitsstelle gefunden hatte. Gleich sein erstes „Ausstellungsstück“ war eine Sensation: Die angeblich 161 Jahre alte Joyce Heth wurde dem Publikum als die Amme George Washingtons präsentiert. Die zahlenden Besucher unterhielt die alte Dame mit Anekdoten aus dem Leben George Washingtons. Mit dem Startkapital aus dieser ungewöhnlichen Attraktion finanzierte Barnum einen Wanderzirkus, mit dem er durch den Süden und Osten der USA zog. Mit Menschen- und Tiershows sowie allerlei Kuriositäten unterhielt Barnum sein Publikum und stieg zum selbst ernannten „König Humbug“ auf. Seine Popularität nutzte er auch für eine politische Karriere, in der er sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzte.</p>
<p>Geschichte von <em>Barnum&#8217;s American Museum</em><br />
Das von Barnum am Broadway gegründete Museum wurde zu einem Publikumserfolg. In den 23 Jahren seines Bestehens sollen es 38 Millionen Menschen besucht haben. Es erzielte einen Zuschauerschnitt von 15.000 Personen am Tag. Die Mischung aus Shows, Theater, völkerkundlicher Ausstellung und Kuriositätenkabinett war neuartig und spektakulär, auch wenn ihr wissenschaftlicher und kultureller Wert schon damals fragwürdig war. Bezeichnenderweise waren Seltenheit und dramaturgischer Wert eines Exponats die Kriterien, nach denen man die Ausstellung zusammenstellte. Exotische Musikinstrumente, ausgestopfte Vögel, ein Stadtmodell von Paris, die Büste eines „Kannibalenhäuptlings“, mechanische Figuren und Automaten, Skelette und Mumien, exotische Tiere wie Python und Orang-Utan, ein Flohzirkus, ein Bauchredner und ein Wahrsagerin – alles was nach damaligem Ermessen kurios oder neuartig war fand in Barnums Museum einen Platz. Besondere Berühmtheit erlangten die „lebenden Attraktionen“ des Museums. So beispielsweise der „Zwerg“ General Tom Thumb und seine Frau Lavinia Warren als das angeblich kleinste Paar der Welt. Ein Publikumsmagnet waren auch die sich dauernd streitenden Siamesischen Zwillinge Eng und Chang. Den dicksten Mann der Welt konnte Barnum nur als Wachsfigur ausstellen, die allerdings mit der Originalkleidung versehen wurde.</p>
<p>Das Ende des American Museum<br />
Im Juli 1865 brannte Barnums Museum vollständig ab. Auch das wiedereröffnete Haus fiel drei Jahre später erneut einem Brand zum Opfer. Danach gab Barnum das Museum auf und widmete sich seiner Karriere als Zirkusdirektor und Politiker. Auf der Website der City University in New York kann man sich heute viele Bilddoukmente aus Barnums Musum ansehen.</p>
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		<title>Die Geschichte der Frauen in der Artistik</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 14:34:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während Frauen in vielen gesellschaftlichen Bereichen um ihre Gleichstellung kämpfen mussten, waren sie in der Berufswelt des Zirkus oder Varietés von Beginn an integriert. Sie führten artistische Übungen unterschiedlichster Disziplinen aus und konnten innerhalb ihres Arbeitumfeldes von der Zirkusdirektorin bis hin zur Statistin alle hierarchischen Stufen bekleiden. Sie bezwungen als Dompteusen wilde Raubkatzen, führten aufwendige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während Frauen in vielen gesellschaftlichen Bereichen um ihre Gleichstellung kämpfen mussten, waren sie in der Berufswelt des Zirkus oder Varietés von Beginn an integriert. Sie führten artistische Übungen unterschiedlichster Disziplinen aus und konnten innerhalb ihres Arbeitumfeldes von der Zirkusdirektorin bis hin zur Statistin alle hierarchischen Stufen bekleiden. Sie bezwungen als Dompteusen wilde Raubkatzen, führten aufwendige Kunststücke als Schulreiterinnen auf, hantierten mit exotischen Reptilien als Schlangenfrauen, tanzten filigran als Seiltänzerinnen und zeigten großes Geschick als Jongleusen. Vereinzelt waren sie auch als weibliche Clowns und Zauberinnen tätig. Bis heute führen Frauen diese artistischen Berufe auf der ganzen Welt aus.</p>
<p>Die Zirkus- und Varietéwelt zwischen dem 19. und frühen 20. Jahrhundert war stets ein Arbeitsplatz, der eine zukunftsweisende Freiheit mit einer hierarchischen Strenge verband. Weibliche Artisten konnten dort eigenständig tätig werden und manchmal ein gutes Einkommen haben. Jenseits jeglicher normativer Rollenverständnisse konnten ledige Frauen bereits damals in diesem Umfeld die Welt bereisen und alternative Lebensmodelle zum klassischen Frauenbild als Ehefrau und Mutter erproben. Viele sehr erfolgreiche Artistinnen verzichteten zu Gunsten ihres Ehrgeizes und Freude an der Kunst auf Heirat und Mutterschaft. Manche von ihnen lebten ohne Trauschein mit einem Mann zusammen oder in einer lesbischen Beziehung. Außerhalb der Artistenwelt wäre dies nahezu unmöglich gewesen. Dieses freie Leben war auf der anderen Seite jedoch an strikte Regeln und Hierarchien geknüpft, welchem sich das ganze Personal pflichtbewusst unterwerfen musste.</p>
<p>War die Artistenwelt seit jeher durch Freigeister geprägt, so fanden sich in ihrem Publikum vermehrt konservative Werte. Artistinnen präsentierten durch ihre spektakulären Vorführungen, dass Frauen zu ungeahnten Leistungen in der Lage waren. Sie fingen schwere Kanonenkugeln, schleuderten Männer in die hohe Luft und zeigten bei Trapezvorstellungen Todesmut. Den einen oder anderen regten die Artistinnen damit zum Nachdenken über das für selbstverständlich gehaltene Rollenverständnis an. Da ist es nicht verwunderlich, dass eine der berühmtesten und hartnäckigsten Frauenrechtlerinnen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die deutsche Schriftstellerin Lily Braun, in einer ihrer Argumentationen zur Erschließung der Berufswelt fürs weibliche Geschlecht die physische Stärke von Artistinnen aufführt. An konkreten Beispielen dürfte es der Frauenrechtlerin nicht gemangelt haben. Bekannte Artistinnen aus dem 19. Jahrhundert wie die Kunstreiterin Caroline Loyo, die Kraftfrau Elise Serafin Luftmann und die Löwendompteuse Claire Heliot fanden schon damals hohe gesellschaftliche Achtung und standen den heutigen Größen ihrer Disziplinen in nichts nach.</p>
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		<title>Wurzeln und Entwicklung des Cirque Nouveau in Europa</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 14:18:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Begriff &#8220;Cirque Nouveau&#8221; stammt aus dem Französischen und bezeichnet solche Zirkusprojekte, die den tradierten Zirkusformen Neues entgegensetzen. Im Englischen nennt man die modernen Zirkusformen &#8220;Contemporary Circus&#8221;. Die Entwicklung der neuen Zirkusformen begann mit dem Zwanzigsten Jahrhundert. Statt traditioneller Pferdedressuren, Clownsnummern oder Akrobatik-Akte ging es nun um poetisches Zirkustheater, experimentelle, avantgardistische oder radikale Zirkusformen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff &#8220;Cirque Nouveau&#8221; stammt aus dem Französischen und bezeichnet solche Zirkusprojekte, die den tradierten Zirkusformen Neues entgegensetzen. Im Englischen nennt man die modernen Zirkusformen &#8220;Contemporary Circus&#8221;. Die Entwicklung der neuen Zirkusformen begann mit dem Zwanzigsten Jahrhundert. Statt traditioneller Pferdedressuren, Clownsnummern oder Akrobatik-Akte ging es nun um poetisches Zirkustheater, experimentelle, avantgardistische oder radikale Zirkusformen, die teilweise ganz mit tradierten Manegen-Akten aufräumen wollten.</p>
<p>Manchmal ging es um ein Thema, an dem sich das ganze Programm aufhängte. Die klassischen Tierdressuren waren eher selten Bestandteil der innovativen Zirkusprojekte. Stattdessen ging es eher um Ästhetik oder eine poetische Geschichte als Handlungsrahmen, in die neue Formen der Akrobatik, Rockmusik und alternative Technologien der Illusionisten eingewoben wurden. Bühnenbilder und Kostüme wurden dem innovativen Charakter ebenso angepasst wie die Spielstätten selbst. Teilweise wurde die traditionelle Manege ersetzt durch ein Spiel ohne Arena mitten im Publikum, das bei solchen Zirkusprojekten weitaus mehr einbezogen wurde.<br />
Die ersten neuen Zirkusprojekte in Europa entstanden um 1970 in Frankreich. Zeitgleich gab es die ersten Projekte dieser Art auch in Australien, England oder den Vereinigten Staaten. Bekannt wurden unter anderem der &#8220;Ra-Ra Zoo&#8221; in London, der walisische &#8220;Nofit State Circus&#8221;, der aus Kanada stammende &#8220;Cirque du Soleil&#8221; sowie die Zirkusprojekte „Cirque Plume“ und der radikal-anarchische Zirkus „Archaos“ aus Frankreich, alle aus den achtziger Jahren. Später erlebte man den deutschen Zirkus Roncalli, den schwedischen &#8220;Cirkus Cirkör&#8221; oder das britische Punk-Fun-Zirkusprojekt &#8220;Skewed Circus&#8221;. Außerdem gab es zahlreiche außereuropäische Projekte innovativen Charakters. Das finanziell und programmatisch erfolgreichste Zirkusprojekt in der Publikumsgunst war zweifellos der &#8220;Cirque du Soleil&#8221;, der auch in Europa große Erfolge feiern konnte. Innovativ und spektakulär waren auch die Projekte des Österreichers Andre Geller.</p>
<p>Inwieweit traditionelle Zirkuselemente mit neuen Technologien oder Theatertechniken untermischt werden oder ob man ganz andere Ausdrucksformen für den Zirkus fand, ist von Projekt zu Projekt verschieden. Dank der innovativen Zirkuserlebnisse &#8211; zum Teil mit einem Dinner kombiniert &#8211; fand das Publikum aber neuen Spaß an der Manege. Manchmal musste es auch von dieser Abschied nehmen und ein Zirkusprojekt im angemieteten Variete-Theater besuchen. Unter dem Begriff &#8220;Extreme Circus&#8221; konnte man gewagte Stunts, Feuertänzer oder synchronisierte Trapeznummern sehen, die alles überboten, was man bisher kannte. Hier ging es mehr um Spektakel und Illusion, serviert im richtigen Ambiente. Der Nachwuchs ging auf Zirkusschulen und führte seine Kunst dann in modernen Zirkusprojekten wie der &#8220;Ecole Supérieure des Arts du Cirque&#8221; aus Belgien, dem Schweizer &#8220;Rigolo Nouveau Cirque&#8221;, dem &#8220;Centre National des Arts du Cirque&#8221; in Frankreich oder beim &#8220;Circomedi&#8221; in England vor. In den Niederlanden entstand die &#8220;Academy for Circus and Performance Art&#8221;, um dem wachsenden Anspruch an profunder Ausbildung gerecht zu werden. Es ging nicht mehr nur um Akrobatik, sondern man musste sich auch mit darstellender Kunst, Lichtanlagen, Sicherheitsbestimmungen, Gesetzen oder Kulissenbau auskennen.</p>
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		<title>Zirkus Archaos &#8211; Klassiker oder Erneuerer?</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 14:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ob der Zirus Archaos ein revolutionärer Erneuerer in der Zirkuslandschaft war oder ein Klassiker, darüber streiten die Geister immer noch. Der moderne französische Zirkus &#8211; gegründet 1986 von Pierrot Bidon &#8211; hatte den Anspruch, ein alternatives Programm ohne die typischen Tierdressuren und Clownsnummern zu zeigen. Hier ging es um modernes Theater, um spektakuläre Stunts mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob der Zirus Archaos ein revolutionärer Erneuerer in der Zirkuslandschaft war oder ein Klassiker, darüber streiten die Geister immer noch. Der moderne französische Zirkus &#8211; gegründet 1986 von Pierrot Bidon &#8211; hatte den Anspruch, ein alternatives Programm ohne die typischen Tierdressuren und Clownsnummern zu zeigen. Hier ging es um modernes Theater, um spektakuläre Stunts mit Kettensägen, Feuer und ähnlichem. In Großbritannien fand der Zirkus Archaos durch die Beziehungen seines Gründers zu einem wichtigen Multiplikator sofort großen Zuspruch. Einfach was das der Start des Projekt allerdings nicht, denn ein Sturm, der das Zelt bei einer Tournee zerfetzte, stürzte das engagierte Archaos-Team bald in finanzielle Schwierigkeiten.<br />
Anscheinend waren aber auch die inneren Strukturen des Projekts nicht sehr geordnet. Sicherheitsbestimmungen in den Auftrittsländern wurden nicht beachtet, wodurch die Kosten in die Höhe getrieben wurden. Der Standort des Zirkuszeltes war nicht immer klug gewählt. Er passte zwar zum Programm, aber das Publikum blieb zuweilen aus, weil es ihn nicht finden konnte. So kam die radikal wirkende &#8220;Poesie der Vorstadt&#8221; nicht immer an das geneigte Publikum. Ob alle Zirkusliebhaber mit düsterer Atmosphäre, lauter Rockmusik, absichtsvoll gestörten Akrobatikakten, dröhnenden Automotoren oder schrillen Kostümen etwas hätten anfangen können, weiß man nicht.<br />
Den Teilnehmenden des Zirkus Archaos ging es um einen schnellen Rhythmus und ständig wechselnde Szenarios, die atemlose Spannung erzeugen sollten. Alles, was das Publikum sah, sollte an die ungeschliffenen Urformen des Zirkuslebens erinnern: An Gaukler, Akrobaten und Feuerschlucker auf den mittelalterlichen Jahrmärkten. Diese wurden radikal an die Moderne angepasst, indem modernes Instrumentarium verwendet wurde. Folglich kamen auch kaum Mitarbeiter des Projekts aus dem traditionellen Zirkusleben, sondern waren Autodidakten von der Straße. Sie hatten sich selbst bestimmte Akrobatiken oder Fingerfertigkeiten angeeignet und waren zum Teil sogar radikale Zirkushasser. Heutzutage kann der Zirkusbesucher wählen, ob er den traditionellen Zirkus mit seinem Standardprogramm bevorzugt oder moderne Zirkusformen wie Cirque du Soleil. Man findet heute weltweit poetische, avantgardistische oder experimentelle Zirkusprojekte nebem dem tradierten Zirkusverständnis.<br />
Der Zirkus Archaos hatte nicht lange Bestand. Bald hatten sich unter den Artisten solch großte Konflikte entwickelt, dass diese zur Auflösung des radikalen Zirkusprojektes führten. Diverse Mitglieder des Projekts blieben in Großbritannien und schlossen sich anderen Gruppierungen der Unterhaltungsindustrie an. Der radikale Einfluss des Zirkus Archaos blieb allerdings erhalten. Es entstand eine neue britische Zirkusbewegung, die Elemente des Projektes aufnahm.</p>
<p>2010 zog eine Ausstellung zum Thema nicht nur zahlreiche ehemalige Artisten des innovativen Zirkusprojekts nach London. Anlass für die Präsentation von Fotos, Filmen und Tonaufnahmen des Zirkus Archaos war der Tod des Pierrot Bidon. Eine eigene Webseite für das Projekt entstand, um die Dokumentation seiner kurzen Geschichte allen zugänglich zu machen. Sein Gründer bezeichnete den Zirkus Archaos einmal grinsend als &#8220;blödsinnig&#8221; und &#8220;wahnwitzig&#8221;. Er wollte Anarchie, Überraschungseffekte und Chaos unter die allzu betulichen Zirkustraditionen mischen. </p>
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		<title>Die Geschichte des Centre national des arts du cirque</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:56:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Zirkuszentrum in Châlons-sur-Marne – Centre national des arts du cirque (CNAC) – wurde im Jahr 1985 gegründet. Neben der nationalen Hochschule für Zirkuskunst (ENSAC) beinhaltet die Einrichtung auch ein Zentrum für Weiterbildung und ein Ressourcenzentrum. Die ENSAC ist die einzige öffentliche Hochschule ihrer Art in Europa. Ihr qualifizierender Abschluss wird vom französischen Kultusministerium anerkannt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Zirkuszentrum in Châlons-sur-Marne – Centre national des arts du cirque (CNAC) – wurde im Jahr 1985 gegründet. Neben der nationalen Hochschule für Zirkuskunst (ENSAC) beinhaltet die Einrichtung auch ein Zentrum für Weiterbildung und ein Ressourcenzentrum.<br />
Die ENSAC ist die einzige öffentliche Hochschule ihrer Art in Europa. Ihr qualifizierender Abschluss wird vom französischen Kultusministerium anerkannt.<br />
Alle Bewerber für einen Studiengang müssen sich zunächst einem Aufnahmetest stellen. Wer das Auswahlverfahren bestanden hat und angenommen wird, kann in seinem Studium unterschiedliche Schwerpunkte wählen und zwar Zirkus, Theater, Tanz, Bühnentechnik, Musik, Voltigieren am Pferd und Kunst. Trotz Spezialausbildung in ihren Hauptfächern erwerben die Studenten ausführliche Kompetenzen in jedem Bereich des Zirkus. In der eigenen Zirkuskuppel der Schule trainieren sie unter ausgezeichneten Bedingungen. Während des Studiums werden nicht nur die körperlichen Fähigkeiten der Zirkus-Künstler in spe auf höchstes Niveau gebracht, sondern auch Zukunftsperspektiven erarbeitet. Schon ab dem ersten Studienjahr, in dem die Studenten ein Praktikum absolvieren, steht die berufliche Integration der zukünftigen Absolventen an erster Stelle. Die Kreativität der Studenten wird nicht nur in der Arena gefördert, sondern auch in Schreibwerkstätten, in denen sie lernen, das „Drehbuch“ für eine Zirkus-Vorstellung zu schreiben. Auch international ist die Zirkusschule bestens vernetzt und nimmt an zahlreichen künstlerischen Aktionen in Russland, in Südamerika und in Palästina teil. Seit November 2011 arbeiten Schulleitung und Studenten auch mit Künstlern in Burkina Faso an der Eröffnung einer Zirkusschule in diesem afrikanischen Entwicklungsland zusammen. Darüber hinaus ist die Schule im östlichen Frankreich eine Referenz für Zirkusstudien und lockt Anwärter aus der ganzen Welt nach Châlons-sur-Marne an. Seit 25 Jahren wurden fast 290 Künstler ausgebildet, die aus mehr als 20 Staaten weltweit kamen.<br />
Neben dem Studiengang der Hochschule bietet auch das Zentrum ein breites Angebot an Ausbildungen, Lehrgängen und Fortbildungen. Im Laufe der Jahre hat das Zentrum auch Programme für andere Zielgruppen als Studenten entwickelt. Vor allem Profi-Künstler, Pädagogen und Techniker des Bereichs Zirkus können an den verschiedenen Workshops und Seminaren teilnehmen. Geübt werden dabei unter anderem Clown-Sketche, Voltige, Akrobatik und Zauberkunststücke. Sowohl bei der Zirkushochschule als auch bei den Weiterbildung-Veranstaltungen werden die Unterrichtseinheiten von einem Team angestellter Lehrkräfte durchgeführt und sowie teilweise von externen Dozenten.<br />
Dazu besitzt das Zirkuszentrum in Châlons-sur-Marne auch eine Mediathek beziehungsweise ein Ressourcenzentrum, in dem täglich Fachzeitschriften oder Videos zum Thema Zirkus angesehen werden können. In der Datenbank der Einrichtung werden ebenso um die 13 000 Künstler und Organisationen der Zirkuswelt erfasst, damit sich die Absolventen besser vernetzen können. </p>
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		<title>Geschichte und Bedeutung der Castells (Menschenpyramiden) in Katalonien</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die katalonischen Castells sind beeindruckende Pyramiden, die aus wagemutigen Menschen gebildet werden. Eine Burg aus Menschen, wie der katalonische Begriff Castell auch Burg bedeutet. Die akrobatischen menschlichen Bestandteile eines Castells werden Castellers genannt. Sie steigen Mann für Mann auf die Schultern ihrer Unterleute, bis das Castell die gewünschte Höhe erreicht hat. Ein Castell hat drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die katalonischen Castells sind beeindruckende Pyramiden, die aus wagemutigen Menschen gebildet werden. Eine Burg aus Menschen, wie der katalonische Begriff Castell auch Burg bedeutet.<br />
Die akrobatischen menschlichen Bestandteile eines Castells werden Castellers genannt. Sie steigen Mann für Mann auf die Schultern ihrer Unterleute, bis das Castell die gewünschte Höhe erreicht hat.<br />
Ein Castell hat drei typische Konstruktionselemente: Die Pinya stellt die Basis des Castells. Pinya bedeutet “Zapfen”, diese breite Basis stützt die Baixos genannten Unterleute, auf denen die gesamte Last des Castells ruht. Die Anzahl der Unterleute bestimmt grundlegend den Aufbau des Castells, häufig sind die Baixos inmitten der Pinya allerdings kaum sichtbar. Sie werden umgeben von den Pinya-Castellers, die auf den Zuschauer wie ein ungeordneter Menschenhaufen wirken. In Wirklichkeit handelt es sich um ausgewählte Castellers, die an exakt bestimmten Positionen eingesetzt werden und genau ihre Aufgaben kennen. Auf die Pinya baut der Tronc (der Stamm) auf, der untere Teil des Castells. Dann kommt der Pom de Dalt, die Kuppel, die den oberen Teil des Castells bildet. Während zum Tronc unterschiedlich viele Ebenen mit gleicher Personenzahl gehören, besteht der Pom de Dalt aus den leichtesten Mitgliedern, den Canalla. Ganz oben bildet der kleinste Mitwirkende, der Enxeneta (das Eichhörnchen) die Turmspitze. Stolz zeigt er mit ausgestrecktem Arm die Vollendung des Aufbaus an. Diesem l’Aleta genannten Symbol folgt der rasche Abbau des Castells, da die untersten Mitglieder sehr große Belastungen aushalten müssen.</p>
<p>Die Castells gehören in Katalonien traditionell zum festlichen Rahmen, der bestimmte Anlässe begleitet. Castells werden zu den Feiern der örtlichen Schutzheiligen gebaut, den Festa Major. Auch zu Jahrestagen wird häufig eine Diada Castellera (Veranstaltung eines Castells) aufgeführt. Sie ist zugleich ein Wettstreit. Denn die Castellers bestehen aus organisierten Gruppen, den Colles Castelleres, bei jeder Diada Castellera messen sich mehrere Colles Castelleres, der eindrucksvollste Menschenturm gewinnt den Wettkampf. Die volle Punktzahl bekommt dabei nur ein Castell, der vollständig wieder abgebaut werden kann, jeder Einsturz vor dem vollständigen Aufbau, aber auch dem vollständigen Abbau, gibt Punktabzüge.</p>
<p>Die Tradition der Castells entwickelte sich im 18. Jahrhundert in der Stadt Valls, einem Ort im Nordwesten Spaniens (Provinz Tarragona). Hier liegt das Camp de Tarragona, eine historische Region, in der die Castells ihre Anfänge hatten. Von dort aus breiteten sich die Castells vor allem im Zuge der katalonischen Autonomiebestrebungen in den 1980er Jahren in ganz Katalonien aus. Teilweise trugen sie katalonisches Traditionsbewusstsein auch über die Grenzen Kataloniens hinaus.</p>
<p>Die Castells fungierten als wichtige Transporteure der eigenständigen Kultur und erlangten als Zeichen der Zusammengehörigkeit Kataloniens hohe Bedeutung. 1995 wurde diese Bedeutung durch ein Gesetz bestätigt, das das Camp de Tarragona zu einem der sieben Territorien der Autonomen Gemeinschaft Katalonien machte. Der integritätsstiftende Stellenwert der Castells ist in etwa zu vergleichen mit der der Sardana, des beliebten und bewahrten katalanischen Volkstanzes. Eine bedeutende Würdigung erlangten die Castells, als sie im November 2010 zum Immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurden.</p>
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		<title>Vaudeville Theater &#8211; Entstehung, klassiche Elemente und Besonderheiten</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vaudeville ist ein ursprünglich aus der nordfranzösischen Landschaft Val de Vire stammendes, volkstümliches Lied (Trinklied, Gassenhauer). Ab dem 18. Jahrhundert bezeichnete Vaudeville eine leichte Komödie mit spottenden Liedeinlagen, die auch vom Publikum mitgesungen wurden. Diese Stücke wurden als pièces en vaudeville in den Pariser Vorstädten aufgeführt. Text und Handlung traten mehr und mehr in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vaudeville ist ein ursprünglich aus der nordfranzösischen Landschaft Val de Vire stammendes, volkstümliches Lied (Trinklied, Gassenhauer). Ab dem 18. Jahrhundert bezeichnete Vaudeville eine leichte Komödie mit spottenden Liedeinlagen, die auch vom Publikum mitgesungen wurden. Diese Stücke wurden als pièces en vaudeville in den Pariser Vorstädten aufgeführt. Text und Handlung traten mehr und mehr in den Vordergrund, Liedeinlagen rückten an das Ende der Auftritte und Aufzüge.<br />
Namhafte Autoren sind Alain-René Lesage (1668-1747), Louis Fuzelier (1672-1752), Alexis Piron (1689-1733), Charles Simon Favart (1710-92), Jacques Autreu (1657-1745). Im Jahr 1792 gründete Pierre Barré (1750-1832) das erste Vaudeville Theater in der Rue de Chartres und verfasste zusammen mit den beiden anderen Autoren Radet (1751-1831) und Desfontaines (1733-1835) zahlreiche Vaudevilles &#8211; etwa <em>Arlequin afficheur</em>, <em>Le mariage de Scarron</em>, <em>René le Sage</em> oder <em>Gaspard l&#8217;Avisé</em>. Ab 1815 übernahm Antoine Désaugiers (1772-1827), selbst Verfasser einiger Vaudeville-Werke, die Leitung des Theaters und führte auch Werke des wohl berühmtesten Vaudeville Autors der 1. Hälfte des 19. Jh. auf. Hierbei handelt es sich um Eugène Scribe (1791-1861), der in seiner Antrittsrede zur Comédie Francaise diese Vaudeville Gattung verteidigte. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erfuhr das Vaudeville unter dem Second Empire seine eigentliche Glanzzeit mit den Werken von Eugène-Marin Labiche (1815-88), der zusammen mit seinen Mitarbeitern 168 Stücke, darunter mehr als 100 Comédie-Vaudevilles schrieb (Le chapeau de paille d&#8217;Ialie aus dem Jahr 1851; Le voyage de Monsieur Perrichon aus dem Jahr 1860; La cagnotte aus dem Jahr 1864). Letzter berühmer Autor von Vaudevilles war um 1900 Georges Feydeau (1862-1921).<br />
Das Vaudeville trug in den 40er Jahren des 19. Jh. zum Verfall des Wiener Volkstheaters indirekt bei. Aber es war auch eine Wurzel der Opéra comique und der Operette.</p>
<p>Die amerikanische Version des Vaudeville Theaters übernahm vermutlich nur den Namen von den französischen Theatern. Diese Unterhaltungsform trat erstmals in den 1880er Jahren auf und gilt als eine der ersten Erscheinungen der Massenkultur. Die Theater zeichneten sich vor allem durch die voneinander unabhängigen Kurzdarbietungen aus, die dem Publikum geboten wurden. Oft wurde viele Stunden am Stück gespielt und die Zuschauer kamen und gingen in dieser Zeit,w ie es ihnen beliebte. Die Darbietungen umfassten unterschiedlichste Formen wie Sketche, Lieder, Tierdressuren oder Minstrel.<br />
Die Entstehung des Tonfilms sowie die Wirtschaftskrise in den 1920er Jahren läutete schließlich das Ende des amerikanischen Vaudeville Theaters ein. Viele der damaligen Betreiber sattelten auf Film um und bauten Ihre Theater zu Kinos um.</p>
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		<title>Das Aristenduo &#8220;Die Osmani&#8217;s&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 15:54:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Osmani&#8217;s sind zwei Schwestern, die über drei Jahrzehnte erfolgreich als Akrobaten in weltweiten Tourneen auftraten. Julia und Connie Osmani wurden 1920 und 1922 in den Niederlanden geboren, ihre Herkunft ließ ihre Laufbahn nicht vorahnen: Ihr Vater war Diamantenhändler in Amsterdam, die Mutter arbeitete in einem Internat. Als die Schwestern gemeinsam die Ballettschule besuchten, lernten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Osmani&#8217;s sind zwei Schwestern, die über drei Jahrzehnte erfolgreich als Akrobaten in weltweiten Tourneen auftraten. Julia und Connie Osmani wurden 1920 und 1922 in den Niederlanden geboren, ihre Herkunft ließ ihre Laufbahn nicht vorahnen: Ihr Vater war Diamantenhändler in Amsterdam, die Mutter arbeitete in einem Internat. Als die Schwestern gemeinsam die Ballettschule besuchten, lernten sie den Akrobat Jan kennen, Julias späteren Ehemann. Er weckte ihre Begeisterung für die Akrobatik, gemeinsam gründeten sie kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs eine Akrobatik-Gruppe.<br />
Bescheidene erste Auftritte in Vereinen und auf Kleinbühnen wurden nach Kriegsbeginn abgelöst durch professionelle Unterhaltungsshows für Soldaten. Die Schwestern machten die Akrobatik nun endgültig zum Beruf. Jan hatte bereits einen Agenten, der der Gruppe eine Reihe weltweiter Engagements verschaffen konnte. Die Akrobatikgruppe trat in Spanien und Kuba auf, in Südafrika, Südamerika und Moskau.<br />
In dieser Zeit machten die Schwestern ihre ersten Erfahrungen in der Ausbildung von Akrobaten, als sie ziemlich schnell eine Ersatzfrau für die schwangere Julia finden und komplett ausbilden mussten. Die erste Ausbildung gelang, das Mädchen blieb noch sieben Jahre bei den Akrobaten. Auch Julias Sohn und ihre Tochter wurden bereits in sehr jungen Jahren als Artisten ausgebildet. Auch hier zeigte sich das Ausbildungstalent der Schwestern. Bereits mit 11 und 14 Jahren bildeten die Kinder zusammen mit den Schwestern die Akrobatikgruppe.<br />
Der Star der Truppe war Julias Sohn, der aufregend hohe Handstände und sensationelle Salti beherrschte. Seine Militärdienstbefreiung erforderte ein festes Engagement, das die Familie zu einem kleinen Familienzirkus aus Irland führte. Die Schwestern wurden von der chaotischen, aber herzlichen Atmosphäre des kleinen Zirkus endgültig für das Artistenleben eingenommen. Der Kontakt zum Zirkus hielt immer an. In dieser Zeit hatten die Osmani’s auch Auftritte in Hongkong und Thailand, bei denen sie Wissen über die asiatische Tradition der Akrobatik erlangten. Auch bei der anschließenden zweiten Einladung nach Südamerika trat die Truppe in einer chinesischen Show auf, bis diese keine Mittel mehr hatte. Zurück in den Niederlanden, ließ der Erfolg dagegen auf sich warten, weshalb sich Connie und Julia nach der Heimkehr mehrere Jahre auf das Familienleben konzentrierten.<br />
Die Kontakte in die Akrobatik-Kreise waren nicht abgerissen. Als die Schwestern bereits über 50 Jahre alt waren, kam die erste Ausbildungs-Anfrage. Connie und Julia sollten Artisten für eine Clown-Show mit Akrobatik ausbilden. Sie hatten sich nun endgültig als fähige Ausbilder von Akrobaten einen Namen gemacht. In der Folgezeit erhielten Schwestern immer mehr Ausbildungsgesuche. Seit 1974 sind die Schwestern in ihrer holländischen Heimat dauerhaft als Akrobatik-Trainer tätig. Sie trainierten bis zu drei Gruppen pro Woche und konnten mit dieser Arbeit einen maßgeblichen Einfluss auf die moderne Akrobatik ausüben.<br />
Sie begründen damit zusammen mit den Como-Brüdern eine holländische Schule, die später starke Leistungsverbesserungen ermöglichte und in den 1990er Jahren zur Gründung vieler Akrobatik-Gruppen in Holland und in Deutschland führte. </p>
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		<title>Alexander &#8220;The Great&#8221; Herrmann &#8211; Sein Leben und seine berühmtesten Tricks</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 15:44:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Alexander Herrmann war ein gefeierter Trickkünstler. Ihm wird die Erfindung zahlreicher berühmter Illusionen zugesprochen, wie der “Floating Boy” (schwimmender Junge) oder der “Bullet Catch” (Kugelfang) oder das “Card Throwing” (Kartenwurf-Tricks). Seine Bedeutung spiegelt sich in seinen Künstlernamen, er trat als Alexander the Great oder Herrmann the Great auf, mitunter auch als The Great Herrmann. Alexander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alexander Herrmann war ein gefeierter Trickkünstler. Ihm wird die Erfindung zahlreicher berühmter Illusionen zugesprochen, wie der “Floating Boy” (schwimmender Junge) oder der “Bullet Catch” (Kugelfang) oder das “Card Throwing” (Kartenwurf-Tricks). Seine Bedeutung spiegelt sich in seinen Künstlernamen, er trat als Alexander the Great oder Herrmann the Great auf, mitunter auch als The Great Herrmann.<br />
Alexander Herrmann wurde am 10. Februar 1844 in Paris geboren, als jüngster Nachkömmling nach sieben älteren Brüdern.<br />
Der Weg zum Zauberkünstler war vorgezeichnet: Schon sein Vater Samuel, der eigentlich Arzt von Beruf war, hatte sich einen Namen als Hobbyzauberer machen können. Er soll als Zauberer sehr erfolgreich durch Europa gezogen sein. Die Legende sagt, dass er der Lieblingsmagier des türkischen Sultans war und sogar von Napoleon zu einer Vorstellung eingeladen und mit einer goldenen Uhr belohnt wurde.<br />
Schon Alexanders Bruder Carl Compars, der älteste Nachkömmling der Familie (geboren 1816), erlag der Magie der Zauberei. Sein Vater hatte ihm viele seiner magischen Tricks beigebracht, wollte seinen Sohn aber zum Mediziner ausbilden lassen. Carl Compars verließ jedoch schon bald die Medizinschule, um eine Karriere als Magier zu beginnen.<br />
Nach Schulvorstellungen und privaten Engagements konnte er sich bis zu Theatervorstellungen hocharbeiten. Auch durch illegalen Erwerb einiger Tricks eines damals berühmten Zauberers konnte er 1848 seine eigene Tour starten. Diese Tour führte ihn 1853 nach Paris, wo er seinen jüngsten Bruder Alexander kennenlernte.<br />
Carl Compars war begeistert von dessen Interesse an der Zauberei und nahm den Neunjährigen kurzerhand ohne Wissen der Eltern mit auf eine Tournee, die von Russland durch Deutschland, Österreich, Italien und Portugal führte und in Wien endete, wo sich Carl niederließ. Während der Tourneezeit hatte Carl viel Wissen an seinen kleinen Bruder weitergegeben, der nach der Heimkehr nach Paris Vater Samuel mit seinen Fähigkeiten beeindruckte. Samuel erlaubte Alexander, mit der Magie fortzufahren, gab ihm selbst weiter Unterricht und ließ ihn mit 11 Jahren zu Carl nach Wien fahren.<br />
Hier besuchte Alexander zwar eine Schule, begleitete Carl Compars aber auf nahezu jeder Tournee und lernte sein gesamtes Programm von ihm. Bis 1860 traten die Brüder gemeinsam auf, auf der damaligen Tour durch die USA traten erstmals Rivalitäten auf, da Alexanders Fähigkeiten die seines Bruders inzwischen nicht selten übertrafen.<br />
Das führte 1861 zur vorläufigen Trennung und zu Alexanders ersten eigenen Auftritten in Amerika, auch wenn die Brüder 1867 wieder gemeinsam in Wien auftraten. Von dort starteten sie eine zweite Amerikatournee, diese zweite Partnerschaft machte den Namen Herrmann in den USA gleichsam zum Synonym für Magie.<br />
Trotzdem konnten die Brüder nicht auf Dauer zusammenarbeiten, Carl kehrte zurück zu seinen Europatouren. Alexander war erst in London erfolgreich, bis er sich um 1875 in amerikanischen Boston niederließ. Zu dieser Zeit ehelichte er auch die Tänzerin Adelaide Sessey, mit der zusammen er eine neue magische Show erarbeitete. Das war die Geburt von &#8220;Hermann the Great&#8221;, die Show beeindruckte die Amerikaner mit Manipulationskunststücken, Illusionen und einem Feuertanz von Adelaide.<br />
Von nun an arbeitete Adelaide Herrmann als seine Assistentin, in den 1880ern lernte sie auf einer Europatournee Carl Hermann und seinen Zauberlehrling und Neffen Leon kennen.<br />
Das Ehepaar trat gemeinsam auf, bis Alexander im Dezember 1896 überraschend einen Herzanfall erlag. Er war erst 53, seine gerade vierzigjährige Frau setzte die Show zunächst mit Neffe Leon Herrmann fort. Als der 1909 starb, arbeitete die &#8220;Queen of Magic&#8221; alleine weiter. Sie hielt den Namen Herrmann hoch, bis sie 75 Jahre alt war, erst drei Jahre vor ihrem Tod 1932 beendete sie die Show. </p>
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